Biopolymere: Neue Anwendungsmöglichkeiten in Elektronik und Elektrotechnik durch Strahlenvernetzung

Produkte in der Elektrotechnik und der Elektronik (E&E) müssen hohe Flammschutzvorgaben und oft anspruchsvolle thermische Anforderungen erfüllen. Bisher am Markt erhältliche Bio-Polymere werden diesen Anforderungen nicht gerecht. In einem gemeinsamen Forschungsprojekt des Fraunhofer WKI, Fraunhofer IAP, BGS und weiteren Industriepartnern sind nun erstmals Erfolge in der Entwicklung von biobasierten Flammschutzmitteln in Bio-Kunststoffen gelungen. Damit könnten künftig Kunststoffe in der Elektronik und Elektrotechnik eingesetzt werden, die zu 100 Prozent aus biobasierten Materialien bestehen. Die Verarbeitung wurde im Rahmen des Forschungsprojekts mittels Compoundierung, Spritzguss und additiver Fertigung getestet.

Im Rahmen des auf drei Jahre angelegten Forschungsprojekts standen mehrere Zielstellungen rund um die Entwicklung von neuen Bio-Kunststoffen und Bio-Verbundwerkstoffen für Anwendungen in Elektrotechnik und Elektronik im Fokus. Wesentliche Schwerpunkte lagen darauf, ein halogenfreies Flammschutzmittel (Additiv) zu entwickeln, das möglichst in geringer Einsatzmenge und mit geringen Kosten in Bio-Kunststoffen eingesetzt werden kann, und der Klärung, inwieweit die Strahlenvernetzung den Flammschutz des Materials weiter verbessern kann.

„Im Rahmen unseres Teilprojektes zu den Auswirkungen von Elektronenstrahlung auf die neuen Materialien haben wir drei Zielstellungen definiert,“ erklärt Dr. Dirk Fischer, Leiter der Anwendungsentwicklung bei BGS. „Durch Vernetzung des biobasierten neuen Materials wollten wir zum einen die Flammschutzwirkung erhöhen und zum anderen eine Kopplung des Flammschutzmittels an das Bio-Polymer erzielen. Darüber hinaus wollten wir die Vernetzbarkeit von bereits am Markt verfügbaren Biopolymeren belegen, insbesondere in verschiedenen Formulierungen und mit dem Einsatz von Holzpartikeln. Die Ergebnisse zur Vernetzbarkeit und den daraus resultierenden Eigenschaftsveränderungen stimmen uns zuversichtlich, dass sich hieraus neue Anwendungen für biobasierte Kunststoffformulierungen im Bereich Elektrotechnik und Elektronik ergeben“, so Fischer weiter.

Neu getestet: Elektronenstrahlvernetzung bindet Flammschutzmittel an Biokunststoff Polylactid (PLA)

Zur Erreichung eines optimalen Flammschutzes ist die homogene Verteilung der Flammschutzmittel in der Biopolymermatrix aus PLA notwendig. Die Kopplung mit der Biopolymermatrix sollte durch die speziell entwickelten, reaktiven Flammschutzmittel erreicht werden. Als neues Verfahren für die Anbindung der Flammschutzmittel an die Matrix wurde die Bestrahlung mit beschleunigten Elektronen (Elektronenstrahlung) eingesetzt. Dieser nicht-thermische Prozess wird zur Eigenschaftsverbesserung von Massenkunststoffen und technischen Kunststoffen seit vielen Jahren genutzt und gehört in zahlreichen Branchen zum Standard – für Bio-Kunststoffe findet die Strahlenvernetzung jedoch bisher noch wenig Aufmerksamkeit.

Die Eigenschaften der Polymere werden hier modifiziert, indem über die Strahlendosis kontrollierbare Vernetzungs- und Kopplungsreaktionen angestoßen werden. In den Versuchen erwies sich ein Additiv als wirkungsvoll, bei dem nachweislich die Vernetzungsreaktion des PLA den Abbau des Polymers durch die Bestrahlung überwiegt. Auch weitere Additive wurden umfangreich getestet. „Die Ergebnisse verbessern den Kenntnisstand über die zum Teil erstmalig eingesetzten Additive sowie die Prozesse in der Kunststoffverarbeitung“, erklärt Fischer. „Insbesondere konnten wir hierdurch die Auswirkungen der Bestrahlung auf die Vernetzbarkeit dieser neuartigen biobasierten Formulierungen aufzeigen.“

Compoundierung mit Bio-PA: Erprobung von Flammschutzmitteln und Strahlenvernetzung

Darüber hinaus wurden im Rahmen des Forschungsprojektes flammgeschützte Formulierungen auf Basis von Bio-Polyamiden (PA) für den Spritzguss entwickelt und die Vernetzbarkeit unter Einfluss der Elektronenstrahlung erstmals untersucht.

„Es zeigte sich, dass sich die hier eingesetzten Bio-Polyamide, PA6.10, PA10.10 und PA11 mit Hilfe eines Vernetzungsadditivs sehr effektiv vernetzen lassen und im Vergleich zu konventionellen fossilbasierten Kunststoffen keinerlei Nachteile mitbringen,“ so BGS-Projektleiter Fischer. Nachgewiesen werden konnte auch der positive Effekt einer Zugabe von Holzpartikeln auf die Flammschutz-Performance. Wie in vorherigen Versuchen mit PLA und PBS waren die Wärmefreisetzungsraten durch Holzzugabe reduziert, bei einer gleichzeitigen Verkürzung der Entzündungszeitpunkte. Die vielversprechenden Ergebnisse sind Gegenstand weiterer Forschungsaktivitäten.

„Die Vernetzung der entwickelten Materialien führt zu einem neuartigen Eigenschaftsprofil. Bei fast allen PA-basierten Formulierungen konnten wir eine Erhöhung der Zugfestigkeit und des Zug-E-Moduls unter Reduzierung der Kerbschlagzähigkeit belegen“, erklärt Fischer. „Das Projekt hat auch gezeigt, dass die Herstellung vernetzbarer Rezepturen und ihre Verarbeitung viele Parallelen zu bekannten konventionellen Kunststoffen aufweist. Biobasierte Kunststoffe können daher konventionelle Kunststoffe in vielen Anwendungen ersetzen und durch die Strahlenvernetzung in ihrem Eigenschaftsspektrum weiter optimiert werden. Das eröffnet nicht nur in den Bereichen Elektronik und Elektrotechnik neue Möglichkeiten, sondern schafft auch neue Einsatzgebiete in der Automobilindustrie – hierin steckt enormes Potential.“

Förderung

  • Projekttitel: Erschließung von neuen Anwendungen für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe in Elektronik und Logistik unter Verwendung von halogenfreien Flammschutzsystemen
  • Fördermittelgeber: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
  • Projektträger: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR)

 Projektpartner

  • Fraunhofer WKI
  • Fraunhofer IAP
  • Clariant Plastics & Coatings (Deutschland) GmbH
  • Linotech GmbH
  • Hesco Kunststoffverarbeitung GmbH
  • Kabel Premium Pulp & Paper GmbH
  • Hager Electro GmbH
  • Rettenmaier & Söhne GmbH
  • Georg Utz GmbH

Foto: Projektteam: Vordere Reihe von links nach rechts: Dr. Jens Balko (Fraunhofer IAP), Marc Mohring (J. Rettenmaier & Söhne GmbH), Dr. Antje Lieske (Fraunhofer IAP), Jochen Rausch (BGS), Katharina Krupp (BGS) Michaela Loos (BGS); Hintere Reihe von links nach rechts: Reinhard Lorenz (Georg Utz GmbH), Bernd Nass (Clariant Plastics & Coatings GmbH), Dr. Arne Schirp (Fraunhofer WKI), Andreas Neufing (Hager Electro GmbH), Dr. Dirk Fischer (BGS)

Neuer Betriebs- und Produktionsleiter am Hauptsitz Wiehl

BGS hat mit Oliver Borsch seit Anfang Januar einen neuen Betriebs- und Produktionsleiter am Standort Wiehl (NRW). Der ausgebildete Ingenieur kommt vom Luftfahrtzulieferer Safran Cabin Germany und übernimmt nach Stationen unter anderem als Head of Supply Chain Management sowie zuletzt Director Operations die Leitung von Produktion und Logistik am Hauptsitz Wiehl inklusive der personellen und technischen Verantwortung. 

„Mich fasziniert die grundlegende Geschäftsidee von BGS, die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten von Strahlenvernetzung und Strahlensterilisation und die daraus resultierende Vielfalt der Partner und Kunden“, erklärt Oliver Borsch zu seinem Einstieg bei BGS. „An der Position des Betriebsleiters reizt mich, meine Kenntnisse und Erfahrungen etwa hinsichtlich Produktionsorganisation und Shopfloor-Management einbringen zu können. Darüber hinaus freue ich mich darauf, Neues kennenlernen zu dürfen, beispielsweise im Hinblick auf die bei BGS eingesetzten Technologien.“

In seiner neuen Position sieht sich Borsch neben der Produktionsorganisation auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von BGS verpflichtet: „Ich habe gute Erfahrungen mit kontinuierlichen Verbesserungen von Prozessen und Abläufen gemacht und möchte daran anknüpfen. Dabei geht es nicht um den großen Wurf, der alles verändert, sondern um regelmäßige kleine Schritte, basierend auf Ideen aus dem Team, die kontinuierlich aufgegriffen und umgesetzt werden. Der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen ist mir dabei wichtig: Sie füllen die Unternehmensprozesse mit Leben und stehen für mich als neuer Betriebsleiter klar im Fokus“, betont Borsch.

„Mit seiner langjährigen Leitungserfahrung in Supply Chain und Produktion bringt Oliver Borsch alle Voraussetzungen mit, um Produktion und Logistik bei BGS unter Beachtung unserer hohen Qualitätsvorgaben optimal zu betreuen“, erklärt Geschäftsführer Dr. Andreas Ostrowicki. „Herr Borsch steigt in einer sehr aktiven Phase unseres Unternehmens ein: In Wiehl entstehen aktuell erweiterte Logistik- und Produktionsflächen. Außerdem bauen wir unsere Laborkapazitäten für die Strahlenvernetzung aus“, so Ostrowicki weiter.

Mehr Kapazitäten durch Ausbau am Wiehler Standort

Mit dem Laborausbau und der Erweiterung der Flächen für Logistik und Produktion am Wiehler Standort kommt BGS den gestiegenen Anforderungen an Materialprüfungen für die Strahlenvernetzung sowie einem erhöhten Bedarf an Sterilisationsdienstleistungen der Branchen Biotechnologie, Medizin und Diagnostik entgegen. Die zusätzlich geplanten Flächen belaufen sich auf rund 1.000qm. Insgesamt tätigt das Unternehmen Investitionen im mittleren siebenstelligen Bereich in den Ausbau. Die Arbeiten sollen bis Mitte des Jahres fertiggestellt werden.

Einer der Besten: zweimalige Auszeichnung für BGS-Auszubildenden

Überragende Leistung: 522 Auszubildende von insgesamt 10.354 Prüfungsteilnehmenden in rund 150 unterschiedlichen Berufen haben bei den Abschlussprüfungen 2022 der IHK Köln ihre Ausbildung mit einem „sehr gut“ abgeschlossen. Diese besondere Leistung feierte die IHK Köln Ende Oktober zusammen mit den Top-Azubis, ihren Ausbildungsbetrieben, Berufsschulen und weiteren Gästen. Bei der Bestenehrung mit dabei: Unser Azubi Marko Kürti, der seine Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer im Bereich Kunststoff und Metall mit hervorragendem Ergebnis abgeschlossen hat. Durch den sehr guten Abschluss unseres Azubis zählt BGS gleichzeitig zu den Ausbildungsunternehmen, die im Rahmen der Bestenehrung für herausragende Leistungen in der Berufsausbildung ausgezeichnet wurden.

 

 

Viel Lob für Marko Kürti und drei weitere Jahrgangsbeste gab es dann noch einmal am vergangenen Dienstag, 13.12.2022 von der IHK Oberberg und dem Wiehler Bürgermeister Ulrich Stücker. Im Rahmen der Sitzung des Stadtrates überreichte er Urkunden und Präsente und gratulierte herzlich zu den erfolgreichen Prüfungsabschlüssen. Allen erfolgreichen Prüflingen wünschte Ulrich Stücker weiterhin viel Erfolg und Freude für ihren beruflichen und persönlichen Lebensweg. Weitere Informationen unter https://www.wiehl.de/aktuelles/nachrichten/8210-viel-lob-fuer-die-jahrgangsbesten.html.

 

 

 

Fotos:

Marko Kürti mit Stefan Semmel, Leiter Prozesse und Technik bei BGS ©IHK Köln / Schmidt-Dominé

Azubi-Bestenehrung durch Bürgermeister Ulrich Stücker ©Christian Melzer

Buchveröffentlichung „Sterilherstellung in der pharmazeutischen Industrie“

Für die Herstellung steriler Produkte werden die technisch ausgefeiltesten Lösungen entwickelt, die – ganz im Sinne der Patientensicherheit – zur Königsklasse zählen.

So robust wie sachlich nüchtern ausgedrückt geht es im Extremfall schließlich um nichts anderes als um Leben und Tod: Patientenleben werden mit sterilen Arzneimitteln gerettet und hierfür muss jede Möglichkeit für eine mikrobielle Kontamination im Herstellungsprozess dieser Produkte zuverlässig eliminiert werden.

Technik auf dem neuesten Stand funktioniert mit maximalem Wirkungsgrad nur, wenn auch das fundierte Fachwissen up to date ist. Im neuen Praxisbuch „Sterilherstellung in der pharmazeutischen Industrie“ des Editio Cantor Verlag haben Branchenexperten und -expertinnen ihre jahrelange Expertise und vielfältigen Erfahrungen zusammengebracht. Mit dabei: Ein Beitrag von Annett Heilmann, Key Account Managerin bei BGS, zum Thema „Terminale Sterilisation mittels Bestrahlung“. In diesem informieren wir u.a. über:

  • die Wahl des Sterilisationsverfahrens und welche Produkte mithilfe von Strahlung sterilisiert werden können,
  • die technischen Grundlagen der Bestrahlung mit Elektronen- und Gammastrahlen,
  • die drei Validierungsstufen (mikrobiologisch, dosimetrisch und anwendungstechnisch),
  • wie eine zusätzliche Qualifizierung ablaufen kann sowie
  • die Implementierung des Prozessschrittes der Strahlensterilisation in die Logistikkette.

Das Buch kann ab sofort beim Editio Cantor Verlag bestellt werden. Eine Leseprobe finden sie HIER.

Diskussionen zur Versorgungssicherheit bestimmen die diesjährigen BGS Irradiation Service Days

Exklusive Whitepaper, PDFs und Videos zu allen Vortragsthemen ab heute kostenfrei verfügbar                                                                                                            

Wiehl, 11.10.2022 – Mit den BGS Irradiation Service Days (ISDbyBGS) hat BGS Beta-Gamma-Service Ende September zum zweiten Mal in Folge eine virtuelle Fachmesse zur Strahlensterilisation durchgeführt. Experten aus Wirtschaft, Forschung und Verbänden analysierten am 28.09.2022 gemeinsam in Vorträgen, Diskussionsrunden und geführten virtuellen Touren aktuelle Trends und branchenspezifische Themen rund um den Einsatz von Beta- und Gammastrahlen zur Sterilisation von Produkten für die Medizintechnik und Biotechnologie. Exklusive Whitepaper, PDFs und Videos zu allen Vortragsthemen können nach Registrierung bis August 2023 auf der virtuellen Messeplattform https://isd22.bgs.eu/ kostenfrei abgerufen werden. 

Die Diskussionsrunden der diesjährigen Irradiation Service Days standen ganz im Zeichen der Versorgungssicherheit im Medizinprodukte-Markt. Vertreter aus Industrie und Verbänden diskutierten über aktuelle Problematiken der Branche, wie Rohstoffmangel, Lieferengpässe und hohe bürokratische Hürden beim Transport von Kobalt-60-Quellen.

Regularien für Transportunternehmen verhindern Kobalt-60 Einfuhr

Die Experten von BVMed, Ypsomed und BGS stellten dabei übereinstimmend fest, dass es zwar ausreichend Kobalt-60 zum Betrieb von Gammabestrahlungsanlage gebe, es jedoch aufgrund verschärfter Regularien für die Transportunternehmen derzeit nicht in Deutschland eingeführt werden könne. Diese Situation betreffe die komplette Branche in Deutschland und habe gleichzeitig Auswirkungen auf das gesamte europäische Ausland. Betreiber von Gammaanlagen stünden aufgrund fehlender Nachladungen ihrer Anlagen seit Monaten unter Druck.

Mit Blick auf die Kobalt-60-Lieferungen herrschte Einigkeit darüber, dass die Bürokratie ein Funktionieren der Lieferketten massiv behindere und es für Sterilisationsdienstleister und Medizinproduktehersteller immer schwierige werde, operativ handlungsfähig zu bleiben. „Wenn die Politik nicht bald aktiv wird, werden die fehlenden Nachladungen zu einem weiteren Kapazitätsverlust führen und die bereits angespannte Versorgung des Marktes mit sterilen Medizinprodukten in den kommenden Monaten noch verschlimmern“, so Thomas Oestereich, Vertriebsleiter bei BGS.

Die angespannte Lage rund um Sterilisationskapazitäten spiegelte sich auch in einer Umfrage unter den Teilnehmern der virtuellen Messe wider. Befragt nach der größten Herausforderung bei der Sterilisation ihrer Produkte, nannten 33 Prozent die Verfügbarkeit von Sterilisationskapazitäten, dicht gefolgt von zu wenig Know-how über die Sterilisationsprozesse im eigenen Unternehmen (30 Prozent).

Für rund ein Jahr: Materialien kostenfrei zum Download 

Zu allen Vorträgen stehen seit heute Videoaufzeichnungen in den virtuellen Messeräumen zur Verfügung. Ebenso gibt es eine Reihe exklusiver Whitepaper und ergänzender Materialien, die zum kostenfreien Download angeboten werden. Nach Registrierung unter https://isd22.bgs.eu/ können Interessierte auf alle zehn Vortragsaufzeichnungen und Materialien bis August 2023 zugreifen.

BGS Irradiation Service Days: Zwei Drittel der Teilnehmer erwarten Eigenschaftsverbesserungen in ihren Anwendungen durch Strahlenvernetzung

Exklusive Whitepaper, PDFs und Videos zu allen Vortragsthemen ab heute kostenfrei verfügbar 

Wiehl, 11.10.2022 – Mit den BGS Irradiation Service Days (ISDbyBGS) hat BGS Beta-Gamma-Service Ende September zum zweiten Mal in Folge eine virtuelle Fachmesse zur Strahlenvernetzung durchgeführt. Experten aus Wissenschaft und Industrie analysierten am 29.09.2022 gemeinsam in Vorträgen, Diskussionsrunden und geführten virtuellen Touren aktuelle Trends und branchenspezifische Themen rund um den Einsatz von Beta- und Gammastrahlen zur Vernetzung von Kunststoffen. Exklusive Whitepaper, PDFs und Videos zu allen Vortragsthemen können nach Registrierung bis August 2023 auf der virtuellen Messeplattform https://isd22.bgs.eu/ kostenfrei abgerufen werden.

Die von Experten aus der Kunststoffbranche, der Automobil-, Kabel-, Rohr- und Schlauchindustrie sowie dem Maschinenbau besuchte Messe überzeugte insbesondere mit dem Grundlagenvortrag „Strahlenvernetzung von Thermoplasten und Elastomeren“ sowie den branchenspezifischen Vorträgen „Benefits of radiation crosslinking for automotive applications“ und „Second source crosslinking of continuous products“ rund um die Vorteile von vernetzten Kunststoffen für zahlreiche Anwendungen. Diskussionen rund um die Grundlagen, Anwendungen, Anlagentechnik und Verfahrenstechnik der Strahlenvernetzung zeigten den hohen Kenntnisstand bei den zugeschalteten Teilnehmern der Live-Konferenzen.

Besonders gut besucht waren zudem die Kurzimpulse von Experten der Hochschule Aalen, dem Institute of Polymer Technology sowie von Ascend Performance Materials zur Zukunft der Strahlenvernetzung. Die Vortragsthemen zu Recycling von strahlenvernetzten Polyamiden, generellen anwendungstechnischen Potenzialen der Strahlenvernetzung sowie spezifischen Anwendungen in der Elektroindustrie führten dabei auch in laufende FuE-Projekte von BGS mit seinen Forschungspartnern ein.

Potenziale der Strahlenvernetzung 

Laut Umfrage auf den BGS Irradiation Service Days sehen zwei Drittel der Teilnehmer und Teilnehmerinnen die größten Potenziale der Strahlenvernetzung in den Eigenschaftsverbesserungen ihrer Produkte. Bei über der Hälfte der Befragten ist die Technologie dabei aktuell noch nicht im Einsatz. „Wissenstransfer und der persönliche Austausch mit Kunden sowie Fachexperten bei Forschungseinrichtungen standen auch bei den diesjährigen BGS Irradiation Service Days im Vordergrund. Gemeinsam mit unseren Partnern leisten wir aktiv Aufklärungsarbeit rund um die Vorteile von strahlenvernetzten Kunststoffen“, erklärt BGS-Geschäftsführer Dr. Andreas Ostrowicki.

Für rund ein Jahr: Materialien kostenfrei zum Download

Zu allen Vorträgen stehen seit heute Videoaufzeichnungen in den virtuellen Messeräumen zur Verfügung. Ebenso gibt es eine Reihe exklusiver Whitepaper und ergänzender Materialien, die zum kostenfreien Download angeboten werden. Nach Registrierung unter https://isd22.bgs.eu/ können Interessierte auf alle Aufzeichnungen und Materialien bis August 2023 zugreifen.

BGS Irradiation Service Days 2022: Zweite virtuelle Fachmesse zu Trends und Themen der Strahlensterilisation und Strahlenvernetzung

Wiehl, 18.07.2022 – BGS Beta-Gamma-Service lädt zum zweiten Mal in Folge zu den BGS Irradiation Service Days (ISD) ein: Am 28. und 29. September diskutieren Experten Trends und aktuelle Themen rund um den Einsatz von Elektronen- und Gammastrahlen zur Sterilisation von Produkten der Medizintechnik und Biotechnologie sowie zur Vernetzung von Kunststoffen. Die virtuelle und interaktive Messe bietet mit sechs Messeräumen neben Livevorträgen und Diskussionen auch geführte Rundgänge und Möglichkeiten zum persönlichen Austausch mit den Experten. Die Teilnahme an den ISDbyBGS ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist über die Event-Website www.bgs.eu/isd22 ab sofort möglich.

Die ISDbyBGS sind eine virtuelle Veranstaltung, bei der über zwei Tage hinweg jeweils mehr als 20 Experten aus Wirtschaft, Industrie, Forschung und Verbänden Themen aus der Welt der Strahlensterilisation und Strahlenvernetzung diskutieren.

Die auf Deutsch und teilweise Englisch live präsentierten Vorträge, Interviews und Diskussionsrunden werden ergänzt durch eine virtuelle Messe, auf der Besucher in verschiedenen Räumen weiterführende Informationen und zahlreiche Downloadmaterialien vorfinden sowie Gespräche mit Experten vereinbaren können. An den ersten ISDbyBGS 2021 nahmen mehr als 350 Fachleute teil und informierten sich über Prozesse und Umsetzungsmöglichkeiten der Strahlensterilisation sowie Strahlenvernetzung.

Mit Fokus auf Wissensvermittlung, Service und Hilfestellung bei der Umsetzung von Sterilisationsprozessen auch in unsicheren Zeiten richten sich die ISDbyBGS am 28. September vorrangig an ein Fachpublikum aus den Branchen Medizintechnik, In-vitro-Diagnostik und Biotechnologie.

Am 29. September sind Fachleute insbesondere aus der Automobilindustrie, dem Maschinenbau sowie der Kabel- und Rohrindustrie eingeladen, sich über die Potenziale der Strahlenvernetzung beispielsweise für die E-Mobilität, den 3D-Druck oder für biobasierte Kunststoffe auszutauschen und mehr über das Recycling von strahlenvernetzten Polyamiden zu erfahren.

Virtuelle Rundgänge und exklusive Whitepaper als Messe-Highlights

Zahlreiche Videos, Whitepaper, Grafiken und Broschüren stehen während der virtuellen Messe sowie danach kostenlos für alle Teilnehmer zum Download zur Verfügung. Als weiteren Höhepunkt werden live geführte, virtuelle Rundgänge am BGS Standort in Bruchsal angeboten.

BGS ISD 2022: Jetzt kostenfrei anmelden!
Mittwoch, 28. Sept. 2022

9:00 – 14:30 Uhr

Trends und aktuelle Themen der StrahlensterilisationAnmeldung:
Strahlensterilisation
Donnerstag, 29. Sept. 2022

9:00 – 15:20 Uhr

Trends und aktuelle Themen der StrahlenvernetzungAnmeldung:
Strahlenvernetzung

BGS Beta-Gamma-Service erweitert Labor- und Logistikflächen

Laborausbau am Hauptsitz in Wiehl gestartet, Flächen für Logistik und Produktion werden zusätzlich geschaffen

Wiehl, 08.06.2022 – BGS, spezialisierter Anbieter im Bereich Strahlensterilisation und Strahlenvernetzung, erweitert am Standort in Wiehl (NRW) seine Hallen für Logistik und Produktion. Um den gestiegenen Anforderungen an Materialprüfungen für die Strahlenvernetzung zu begegnen, investiert das Unternehmen zudem in den Ausbau eines neuen Labors. Mit den angekündigten erweiterten Lagerkapazitäten reagiert BGS vor allem auf den erhöhten Bedarf an Sterilisationsdienstleistungen der Branchen Biotechnologie, Medizin und Diagnostik. Insgesamt tätigt das Unternehmen Investitionen in Höhe eines siebenstelligen Betrages in den Ausbau. Die zusätzlich geplanten Flächen belaufen sich auf rund 1.000qm.

„Die Nachfrage nach Sterilisationskapazitäten steigt stetig. An unserem Hauptsitz in Wiehl kommen zudem kontinuierlich mehr Vernetzungsaufträge hinzu. Nach dem Umzug in unsere neue Verwaltung im Jahr 2020 ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um die frei gewordenen Flächen zu konsolidieren, in diesem Zuge interne Warenflüsse zu verbessern und die neuen Kapazitäten bestmöglich für das weitere Wachstum unseres Unternehmens zu nutzen,“ erklärt Geschäftsführer Dr. Andreas Ostrowicki. „Mit den gestiegenen Aufträgen in der Vernetzung einher geht auch der Bedarf an Materialprüfungen. Den erhöhten Anforderungen können wir mit unseren neuen räumlichen Möglichkeiten sowie Prüfgeräten auf dem neuesten Stand der Technik entsprechend begegnen.“ Abhängig vom Produkt und dem jeweiligen Anwendungsgebiet führt BGS gängige Prüfmethoden wie beispielsweise Messungen zur Bestimmung des Vernetzungsgrades sowie rheologische Messungen unter anderem für Kunden aus der Automobilindustrie, dem Maschinenbau sowie der Kabel- und Rohr-Industrie durch. Die Fertigstellung aller Baumaßnahmen ist für das erste Quartal 2023 geplant.

Neues Labor unterstützt FuE-Aktivitäten des Mittelständlers

Die neuen Geräte und Möglichkeiten im Labor kommen auch der Abteilung für Forschung und Entwicklung bei BGS zugute. „Schwerpunkte unserer FuE-Aktivitäten liegen derzeit auf der Entwicklung von neuen vernetzbaren Werkstoffen, alternativer Vernetzungshilfsmittel sowie Lösungen für die Nachhaltigkeit strahlenvernetzter Bauteile und Komponenten“, so Geschäftsführer Ostrowicki. „Als Teil des deutschen ZIM-Innovationsnetzwerks MED-IG-4.0 arbeiten wir zudem daran, das Internet der Dinge in der Medizin weiter voranzutreiben: So analysieren wir gemeinsam mit 22 weiteren mittelständischen Unternehmen den Bedarf an intelligenten Produkten und Systemen aus thermoplastischen Kunststoffen, entwickeln neue Produkte und verbessern bestehende Lösungen.“

Für die Leistungen im Bereich Forschung und Entwicklung wurde BGS in diesem Jahr erstmals mit dem Siegel „Innovativ durch Forschung“ des Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V. ausgezeichnet.

Innovativ durch Forschung: Auszeichnung erhalten

BGS ist innovativ durch Forschung: Für unsere Aktivitäten und Investitionen in Forschung und Entwicklung haben wir das offizielle Siegel „Innovativ durch Forschung“ des Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V. erhalten.

Segel FuEIn Kooperation mit Hochschulen, führenden Forschungsinstituten sowie in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden arbeiten wir stetig an der Entwicklung neuer Bestrahlungsanwendungen und der Verbesserung existierender Produkte durch angewandte und experimentelle Forschung. Schwerpunkte unserer Aktivitäten liegen derzeit auf der Entwicklung von neuen vernetzbaren Werkstoffen, alternativer Vernetzungshilfsmittel sowie Lösungen für die Nachhaltigkeit strahlenvernetzter Bauteile und Komponenten. Als Teil des deutschen ZIM-Innovationsnetzwerks MED-IG-4.0 arbeiten wir zudem daran, das Internet der Dinge in der Medizin weiter voranzutreiben: So analysieren wir gemeinsam mit 22 weiteren mittelständischen Unternehmen den Bedarf an intelligenten Produkten und Systemen aus thermoplastischen Kunststoffen, entwickeln neue Produkte und verbessern bestehende Lösungen. Für unsere Leistungen im Bereich Forschung und Entwicklung wurden wir nun erstmals mit dem Siegel „Innovativ durch Forschung“ geehrt.

Auch in Zukunft arbeiten wir an unseren Standorten in Wiehl, Bruchsal und Saal a.d. Donau durch angewandte Forschung und experimenteller Entwicklung an neuen Materialien, Produkten und neuen Anwendungen der Bestrahlungstechnologie unter anderem für die Medizintechnik, Biotechnologie und Automobilindustrie. Die geplanten jährlichen Investitionen liegen im mittleren sechsstelligen Bereich.

Über den Stifterverband

Der Stifterverband ist einer der größten privaten Wissenschaftsförderer in Deutschland. Neben seinem Engagement für akademischen Nachwuchs, exzellente Hochschulen und Spitzenforschung ist es ebenfalls seine Aufgabe, das deutsche Forschungs- und Innovationssystem zu untersuchen und zu bewerten. Wie viel investiert die Wirtschaft in Forschung und Entwicklung in Deutschland? Welche Auswirkungen hat das auf die Zukunftsfähigkeit dieses Landes? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der FuE-Erhebung, die die Wissenschaftsstatistik im Stifterverband jährlich im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durchführt.

Weitere Informationen unter www.stifterverband.org/forschungssiegel

Fachartikel im Magazin Kunststoffe: Elektronenbooster für Elektrofahrzeuge

Die Bedingungen in Elektrofahrzeugen stellen hohe Anforderungen an die eingesetzten Materialien. Automobilhersteller und Zulieferer müssen daher für Bauteile zu teuren Hochleistungskunststoffen greifen. Eine kostengünstige Alternative für viele Anwendungen sind Kunststoffe, deren Eigenschaften durch die Behandlung mit hochenergetischen Elektronenstrahlen stark verbessert wurden. Welche besonderen Herausforderungen bestehen in Elektrofahrzeugen und welchen Mehrwert kann die Strahlenvernetzung dabei bieten?

Der vollständige Artikel steht Ihnen hier als PDF zum Download zur Verfügung. Die englische Version des Artikels finden Sie hier als PDF zum Download .

Darüber hinaus finden Sie die Veröffentlichung des Artikels auf der deutschen Webseite von Kunststoffe und auf der englischen Webseite von Kunststoffe (Autoren: Dr. Michal Daněk & Wilhelm Schneider / BGS).

 

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